Jochen Lüders

Modernen Tango lernen & tanzen

Tango Videos: Humor

Tan­go kommt ja auch in vie­len Show-Auf­trit­ten blei­schwer daher: Erns­te, oft geschmerz­te Mie­nen, Zeit­lu­pen-Bewe­gun­gen und viel Still­stand bei schlep­pen­der Musik. Wie gut, dass es auch lus­ti­ge Auf­trit­te gibt.

Tango Videos: Miguel Zotto

Wenn es um Spaß beim Tan­zen und Lebens­freu­de geht, den­ke ich als ers­tes an Miguel Ángel Zot­to. Er ist nicht nur ein groß­ar­ti­ger Tan­go-Tän­zer, son­dern beherrscht auch Rock’n’Roll. Alle Trau­ri­ger-Gedan­ke-Schlur­fer, Geschmerz­te-Mie­ne-Lat­scher, Fuz­zel­schritt­ler und Am-Ort-Dre­her auf­ge­merkt: So viel Spaß kann man beim Tan­zen haben! Hier mei­ne drei Lieblingsvideos:

Neue Códigos für Encuentros

Die Aca­de­mia Nacio­nal del Tan­go hat vor kur­zem ihre Regeln (códi­gos) für Encuen­tros aktua­li­siert. Hier die wich­tigs­ten Neuerungen:

Warum Führen und Folgen tatsächlich funktionieren

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von Why lea­ding and fol­lo­wing actual­ly work von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va.

Hast du dich jemals gefragt, wie es mög­lich ist, dass zwei Men­schen ihre Bewe­gun­gen so prä­zi­se auf die Tan­go­mu­sik koor­di­nie­ren, dass sie prak­tisch zu einem sich stän­dig ver­än­dern­den Wesen wer­den? Hast du jemals eine beson­ders gekonn­te Tan­go­auf­füh­rung gese­hen und warst erstaunt, wie makel­los die mensch­li­che Ver­bin­dung in einem erfah­re­nen Paar wer­den kann, trotz der Geschwin­dig­keit, der damit ver­bun­de­nen Risi­ken, des Stres­ses, der Impro­vi­sa­ti­on, der schwie­ri­gen Tanz­schrit­te? Hast du dich jemals über die Magie die­ses Tan­zes gewun­dert? Nach vie­len Jah­ren im Tan­go haut mich die­ses Ver­bin­dungs­phä­no­men immer noch um. Und doch brin­ge ich Men­schen jeden Tag genau das bei: Sich mit einem ande­ren Wesen zu ver­bin­den, zu füh­ren oder zu fol­gen, eins mit der Musik zu wer­den, die eige­nen Kör­per­be­we­gun­gen auf die Bewe­gun­gen einer ande­ren Per­son abzu­stim­men und gemein­sam zu improvisieren.

Pugliese und die großen Gefühle

In die­sem Bei­trag soll es um Gefüh­le gehen, aber aus­schließ­lich um die, die von der Musik aus­ge­löst wer­den, also nicht zum Bei­spiel Gefüh­le von „Ver­bun­den­heit“, die durch kör­per­li­che Nähe und gemein­sa­me Bewe­gung ent­ste­hen kön­nen. Um das The­ma „Musik und Gefüh­le“ bes­ser zu ver­ste­hen habe ich mich mit Musik­psy­cho­lo­gie und Psy­cho­akus­tik beschäf­tigt. Beson­ders anre­gend fand ich das Buch Das wohl­tem­pe­rier­te Gehirn: Wie Musik im Kopf ent­steht und wirkt. Alle nicht anders gekenn­zeich­ne­ten Zita­te stam­men aus die­sem Buch.

Tango GÜNSTIG & INDIVIDUELL lernen und MUSIKALISCH tanzen

Beitrag oben halten

Ich bie­te Pri­vat­un­ter­richt für Sin­gles und Paa­re an. Mei­ne über 35-jäh­ri­ge Erfah­rung als Sport- und Tanz­leh­rer garan­tiert einen struk­tu­rier­ten Unter­richt mit vie­len Wie­der­ho­lun­gen in dei­nem / eurem indi­vi­du­el­len Lern­tem­po. Mein Schwer­punkt liegt auf „musi­ka­li­schem“ Tan­zen. Nähe­re Infos zu mei­nem Unter­richt gibt es hier.

Über EdOlogie – Eine kleine Psychologie des Musikgeschmacks

War­um wol­len so vie­le Tän­ze­rIn­nen aus­schließ­lich zur bald 100 Jah­re alten Musik der „Epo­ca de Oro“ (EdO) der 1930er und 40er Jah­re tan­zen, wo es doch von den meis­ten Stü­cken moder­ne Ein­spie­lun­gen in her­vor­ra­gen­der Ton­qua­li­tät gibt? Immer wie­der wird mir die­se Fra­ge gestellt und bis heu­te habe ich kei­ne gute Ant­wort dar­auf. Auf der Suche nach Erklä­run­gen habe ich inter­es­san­te Anre­gun­gen in dem Buch Wut und Wer­tung – War­um wir über Geschmack strei­ten gefunden. 

StehDrehStillStand – Warum wird kaum noch getanzt?

Tan­go ist bekannt­lich „GEHEN in der Umar­mung“ („cami­nar en el abra­zo“). Aber auf vie­len Milon­gas (so wie hier), wird kaum noch gegan­gen, fast alle ste­hen bzw. dre­hen lie­ber an der Stel­le. Allent­hal­ben ist die Rede von einer „gepfleg­ten Ron­da“, aber außer fuz­ze­lig klei­nen Ocho cor­ta­dos wird kaum mehr irgend­was „getanzt“. Was könn­ten Grün­de für die­sen ster­bens­lang­wei­li­gen Still- bzw. Dreh­stand sein und was müss­te sich ändern?

Mi Dolor

… ist einer mei­ner Lieb­lings-Tan­gos. Wie der Titel (Mein Schmerz) schon ver­mu­ten lässt, geht es wie­der mal um das übli­che Gejam­mer (vgl. die­sen Bei­trag über Tan­go-Tex­te): „I was your heart’s slave, I bowed to your whims and you paid me back with betra­y­al. […] Once again I suf­fer, lon­ging to be loved and today, as befo­re, I am a slave to your love.“ (hier der gan­ze Text).

Workshops mit Pablo Verón

Eigent­lich gehe ich ja schon seit län­germ nicht mehr auf Work­shops, aber im Fall von Pablo Ver­ón (den ich seit The Tan­go Les­son ver­eh­re) habe ich vor kur­zem eine Aus­nah­me gemacht und zwei Work­shops gebucht. Um das Fazit vor­weg­zu­neh­men: Mei­ne eh schon beschei­de­nen Erwar­tun­gen wur­den deut­lich unter­trof­fen. Das Aus­maß an didak­tisch-metho­di­scher Unfä­hig­keit war atem­be­rau­bend, die Work­shops waren eine ein­zi­ge Zumutung.

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