In diesem Beitrag beschreibe ich, wie sich mein Unterricht vom typischen Tango-Unterricht unterscheidet.
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Egal, ob du Gehen oder Schritte / Figuren üben möchtest, du solltest am Anfang immer regelmäßige Musik nehmen, also Stücke, bei denen von Anfang bis Ende immer vier Takte (= acht normale Schritte) eine „Phrase“ bilden. Falls du lieber zu Tango-Musik üben möchtest, findest du hier eine Auswahl. Alle Titel gibt es natürlich auch auf YouTube.
Wenn du zu Vals Musik üben möchtest, findest du hier eine Auswahl schöner Stücke. Die meisten Valses sind völlig regelmäßig, d.h. acht Takte bilden eine Phrase.
Im Folgenden ein paar Valses mit (wie man im Bayerischen sagen würde) „vui Gfui“ (viel Gefühl). Alle Titel gibt es natürlich auch auf YouTube.
Wenn du nicht immer nur zu „traditionellen“ Valses tanzen möchtest, findest du im Folgenden ein paar Alternativen. Alle Stücke gibt es natürlich auch auf YouTube:
In einem anderen Beitrag beschäftige ich mich mit den verschiedenen Tempi im Tango.
Phrasen sind musikalische „Sinneinheiten“, die die Musik strukturieren, so ähnlich wie Sätze, Absätze und Kapitel einen Text gliedern. Man kann Phrasen auch mit Zeilen in einem Gedicht vergleichen, in der jede Zeile vier Betonungen hat:
Normalerweise schaue ich mir (wie wohl die meisten Aficionados) Videos von Profis wie Lorena Tarantino & Gianpiero Galdi und Michael Nadtochi & Silvina Tse an. Das ist unterhaltsam und inspirierend, aber gleichzeitig auch sehr frustrierend, weil ich natürlich niemals auch nur annähernd so gut tanzen können werde. Deshalb ist es ganz erholsam, sich von Zeit zu Zeit richtig mieses Gegurke anzuschauen. Dann denkt man sich, dass man selber doch gar nicht sooo schlecht tanzt.
Einer der lächerlichsten Tango-Begriffe, der mir in letzter Zeit häufiger begegnet, ist der „newclassic“ (bzw. „neo-klassische“) Tanzstil.
Tango kommt ja auch in vielen Show-Auftritten bleischwer daher: Ernste, oft geschmerzte Mienen, Zeitlupen-Bewegungen und viel Stillstand bei schleppender Musik. Wie gut, dass es auch lustige Auftritte gibt.
Wenn es um Spaß beim Tanzen und Lebensfreude geht, denke ich als erstes an Miguel Ángel Zotto. Er ist nicht nur ein großartiger Tango-Tänzer, sondern beherrscht auch Rock’n’Roll. Alle Trauriger-Gedanke-Schlurfer, Geschmerzte-Miene-Latscher, Fuzzelschrittler und Am-Ort-Dreher aufgemerkt: So viel Spaß kann man beim Tanzen haben! Hier meine drei Lieblingsvideos: