Modernen Tango lernen & tanzen

Schlagwort: Tango Seite 5 von 6

Guter Tango-Unterricht

Im Fol­gen­den geht es aus­schieß­lich um argen­ti­ni­schen Tan­go und NICHT um Stan­dard-/Tanz­schul-Tan­go. Aus Grün­den bes­se­rer Les­bar­keit ver­wen­de ich das inklu­si­ve Mas­ku­li­num. Des wei­te­ren spre­che ich ganz alt­mo­disch von „Mann“ und „Frau“ und nicht von „Führende/r“ und „Folgende/r“ und, ja doch, mir ist bewusst, dass auch Frau­en füh­ren kön­nen. Und schließ­lich geht es um „Schü­ler“ und „Leh­rer“ und nicht um (kramp­fi­ge) „Ler­nen­de“ und „Leh­ren­de“. Nach­dem im Tan­go eine Unter­schei­dung von „Schritt(en)“ und „Figur(en)“ schwie­rig ist, ver­wen­de ich im Fol­gen­den „Figur“, auch wenn nur „Schrit­te“ gemeint sind. 

Einleitung

Es gibt ziem­lich viel (größ­ten­teils berech­tig­te) Kri­tik am Tan­go-Unter­richt in Deutsch­land. Häu­fig heißt es, er sei inef­fi­zi­ent und frus­trie­rend, die Abbruch­ra­ten (vor allem bei den Män­nern) sind sehr hoch. Dem­ge­gen­über gibt es nur weni­ge „posi­ti­ve“ Beschrei­bun­gen. In Anleh­nung an Hil­bert Mey­ers Stan­dard­werk Was ist guter Unter­richt? beschrei­be ich im Fol­gen­den, wie guter Tan­go-Unter­richt mei­ner Mei­nung nach aus­se­hen sollte.

Tango Practise Alone Tutorials

At the moment becau­se of Covid-19 you can „dance“ / prac­ti­se tan­go only at home. In many cases you have to prac­ti­se alo­ne, eit­her becau­se you don’t have a part­ner or not enough space to real­ly dance as a cou­ple. Accor­din­gly the num­ber of „prac­ti­ce alo­ne at home“ les­sons on You­Tube has increased in recent months. How do you find good les­sons or in other words: What makes such a les­son good (or rather bad)?

Die Heilkraft des Grooves

Der Mensch tanzt gern. Aber war­um? Wis­sen­schaft­ler kön­nen nun bele­gen: Die rhyth­mi­sche Bewe­gung zu Musik ver­führt und ver­bin­det – und hilft gegen Krankheiten.

Wei­ter­le­sen … (SPIEGEL ONLINE)

Zur (Un)Tanzbarkeit von Piazzolla

If I could wave a magic wand and era­se Piaz­zolla from histo­ry, I would; even from his gra­ve, he keeps sedu­cing young musi­ci­ans to stray from the righ­teous path of danceable tan­go!“ (Quel­le)

Ein Dau­er­bren­ner in der Tan­go (Blog-)Szene ist die Fra­ge, ob man zur Musik von Astor Piaz­zolla tan­zen kann bzw. soll­te oder nicht. Im Fol­gen­den bezie­he ich mich auf einen Arti­kel von Tho­mas Krö­ter Zu Piaz­zolla tan­zen? War­um nicht!

„Den Boden hören“

Ein guter Tan­go-DJ soll bekannt­lich „das Par­kett lesen“ um her­aus­zu­be­kom­men, zu wel­cher Musik die Leu­te tan­zen wollen:

Shut up and Dance – Quatschen auf Milongas

Was mich als DJ und Tän­zer auf Milon­gas am meis­ten nervt, ist man­geln­der Respekt für die Musik bzw. den Tanz in Form von lau­tem Gequat­sche auf der Tanz­flä­che.

Warum wir immer wieder zu den Grundlagen zurückkehren

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von „Why we always go back to basics“ von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va

Der bes­se­ren Les­bar­keit zulie­be ver­wen­de ich meis­tens nur männ­li­che For­men (Leh­rer, Schü­ler, Tän­zer, etc.).

Wei­te­re Über­set­zun­gen von Vero­ni­cas Essays fin­dest du hier.

Als Leh­re­rin sehe ich regel­mä­ßig, dass Schü­ler frus­triert sind, wenn man ihnen immer wie­der sagt, dass sie an ihren Grund­la­gen arbei­ten sol­len. Sie den­ken sich: „Ich höre das jetzt schon seit Jah­ren, offen­bar habe ich mich nicht ver­bes­sert.“ Da jeder Leh­rer einen neu­en Blick auf das sel­be Pro­blem hat, fühlt es sich oft an, als ob Ler­nen eine unend­li­che Geschich­te sei. Offen­bar wird man nie­mals irgend­wo „ankom­men“. Die­se Ver­zweif­lung kann so stark wer­den, dass Leu­te völ­lig auf­hö­ren etwas zu ler­nen und sich mit dem zufrie­den geben, was sie bereits kön­nen. War­um müs­sen wir immer wie­der zu den Grund­la­gen zurück­keh­ren? Und war­um ist das so frustrierend?

Warum wir mit unserem Herzen tanzen sollen

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von „Why we are told to dance with our hearts“ von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va. Wei­te­re Über­set­zun­gen ihrer Essays fin­dest du hier.

Eines Tages kam einer neu­er Schü­ler zu einer Pri­vat­stun­de und mein­te: „Weißt du, ich habe Unter­richt bei all die­sen wun­der­ba­ren Leh­rern gehabt. Ich bin Anfän­ger, also tue ich mich natür­lich schwer, und stän­dig sagt man mir, dass ich wie ein Macho tan­zen soll. Aber ich bin kein Macho. Und ich will auch kei­ner sein. Ich kann Machos nicht aus­ste­hen. Bedeu­tet das, dass ich nie­mals rich­tig Tan­go tan­zen werde?“

Warum wir leiden, wenn wir Tango lernen und warum das gut ist

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von „Why we suf­fer when lear­ning tan­go and how is that a good thing“ von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va. Wei­te­re Über­set­zun­gen von ihren Essays fin­dest du hier. Auch in die­sem Text ver­wen­de ich das inklu­si­ve Mas­ku­li­num, die Grün­de dafür fin­dest du hier.

Jeder, der schon ein­mal ernst­haft ver­sucht hat Tan­go zu ler­nen, hat psy­chisch dabei gelit­ten. Ich könn­te sogar mit Sicher­heit sagen, dass du wahr­schein­lich nie­mals etwas wirk­lich gelernt hast, wenn du nicht wenigs­tens ein­mal bei dem Ver­such dei­nen Tan­go zu ver­bes­sern, gelit­ten hast. Schü­le­rin­nen und Schü­ler sagen oft: „Ich kann nach dem Unter­richt nicht tan­zen gehen. Alles fühlt sich so falsch an!“ In Pha­sen des inten­si­ven Ler­nens kann das Lei­den so uner­träg­lich wer­den, dass man dar­an denkt ganz auf­zu­hö­ren. War­um lei­den wir so sehr?

Warum wir glauben, dass Technik Emotion tötet

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von “Why we belie­ve tech­ni­que kills emo­ti­on” von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va.

Der bes­se­ren Les­bar­keit zulie­be ver­wen­de ich nur männ­li­che For­men (Leh­rer, Schü­ler, Tänzer). 

Wei­te­re Über­set­zun­gen von Vero­ni­cas Essays fin­dest du hier.

Vie­le Leu­te glau­ben, dass man ris­kiert, ein emo­tio­nal distan­zier­ter Tän­zer zu wer­den, wenn man sich zu stark auf Tech­nik kon­zen­triert. Im Tan­go ist das sehr gefähr­lich. Wenn man über jeman­den sagt „Er tanzt tech­nisch nicht sehr gut, aber hat in sei­nem Tanz wun­der­ba­re mensch­li­che Qua­li­tä­ten“ kann das als Kom­pli­ment auf­ge­fasst wer­den. Wenn man jedoch sagt, dass jemand „zu tech­nisch“ und nicht „emo­tio­nal genug“ tanzt, meint man oft, dass der­je­ni­ge nicht ver­stan­den hat, wor­um es im Tan­go in Wahr­heit geht. Offen­bar glau­ben vie­le, dass Tech­nik das Gegen­teil von Emo­ti­on ist. Auf mei­ne Arti­kel, in denen ich die Schwie­rig­kei­ten Tan­go zu ler­nen, dis­ku­tie­re, bekom­me ich oft die Reak­ti­on: „Ja ja, alles schön und gut, aber Tan­go tanzt man mit dem HERZEN und alle Tech­nik der Welt wird dir das nicht beibringen.“

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