Im Folgenden geht es ausschießlich um argentinischen Tango und NICHT um Standard-/Tanzschul-Tango. Aus Gründen besserer Lesbarkeit verwende ich das inklusive Maskulinum. Des weiteren spreche ich ganz altmodisch von „Mann“ und „Frau“ und nicht von „Führende/r“ und „Folgende/r“ und, ja doch, mir ist bewusst, dass auch Frauen führen können. Und schließlich geht es um „Schüler“ und „Lehrer“ und nicht um (krampfige) „Lernende“ und „Lehrende“. Nachdem im Tango eine Unterscheidung von „Schritt(en)“ und „Figur(en)“ schwierig ist, verwende ich im Folgenden „Figur“, auch wenn nur „Schritte“ gemeint sind.
Einleitung
Es gibt ziemlich viel (größtenteils berechtigte) Kritik am Tango-Unterricht in Deutschland. Häufig heißt es, er sei ineffizient und frustrierend, die Abbruchraten (vor allem bei den Männern) sind sehr hoch. Demgegenüber gibt es nur wenige „positive“ Beschreibungen. In Anlehnung an Hilbert Meyers Standardwerk Was ist guter Unterricht? beschreibe ich im Folgenden, wie guter Tango-Unterricht meiner Meinung nach aussehen sollte.