Die meis­ten Tän­ze­rIn­nen wür­den bes­ser tan­zen (bzw. schnel­ler ler­nen), wenn sie zu Hau­se an ihren all­ge­mei­nen kör­per­li­chen Grund­la­gen wie Kraft, Gleich­ge­wicht und Beweg­lich­keit arbei­ten würden. 

Füße

Vor allem Frau­en brau­chen star­ke Füße, um nicht schon nach 90 Minu­ten Schmer­zen zu bekom­men. Nütz­li­ches Hin­ter­grund­wis­sen und sie­ben ein­fa­che Übun­gen bie­tet die­ses Video. Um Stär­kung und Ent­span­nung der Füße geht es hier. In regel­mä­ßi­gen Abstän­den soll­test du dir eine Fuß­mas­sa­ge gönnen. 

Vie­le Frau­en lei­den unter Hal­lux Val­gus. Wie er ent­steht, wird humor­voll und anschau­lich in die­sem Bei­trag beschrie­ben. Und was du dage­gen tun kannst, wird hier erklärt. Und wenn du beim Tan­zen immer wie­der Schmer­zen hast, soll­test du das Mär­chen vom Tan­go­schuh lesen. 

Beine

Män­ner und Frau­en brau­chen kräf­ti­ge Bei­ne, um unbe­schwert meh­re­re Stun­den lang tan­zen zu kön­nen. Eine klas­si­sche Übung zur Kräf­ti­gung der Bein­mus­ku­la­tur (und gleich­zei­ti­gen Mobi­li­sie­rung der Hüf­te) sind mög­lichst tie­fe Knie­beu­gen (dabei den Rücken gera­de hal­ten!) und die tie­fe Hocke.

Hüften

Um sich flie­ßend und ele­gant bewe­gen zu kön­nen, braucht man beweg­li­che Hüf­ten. Auf­grund jahr­zehn­te­lan­ger Ver­nach­läs­si­gung und eines bewe­gungs­ar­men Lebens­stils sind die meis­ten Män­ner im Wort­sinn „hüft­steif“ und müss­ten unbe­dingt etwas für die Beweg­lich­keit ihrer Hüf­ten machen. 

Rotation des Oberkörpers

Die „Dis­so­zia­ti­on“, also die Ver­dre­hung des Ober­kör­pers gegen­über dem Unter­kör­per, ist eines der cha­rak­te­ris­ti­schen Bewe­gungs­merk­ma­le des Tan­gos. Ohne sie kann die Frau z.B. bei Ochos nicht dre­hen (bzw. mit dem Ober­kör­per „beim Mann blei­ben“) und der Mann nicht füh­ren. Frau­en sind zum Bei­spiel durch jah­re­lan­ges Yoga meist recht beweg­lich, wäh­rend vie­le Män­ner im Ober­kör­per sehr unbe­weg­lich sind. Hier eine ein­fa­che Übung zur Ver­bes­se­rung der Rota­ti­on. Statt die Arme in Tanz­hal­tung zu hal­ten, kann man sie auch vor der Brust hal­ten (als ob man einen gro­ßen Ball hal­ten wür­de). Das Gan­ze auf einem Bein zu machen, ist bereits fort­ge­schrit­ten und erfor­dert (bzw. för­dert) gutes Gleich­ge­wicht. Ein­fa­cher wird die Übung, wenn man erst­mal auf bei­den Füßen steht. Spe­zi­ell für Frau­en ist die­ses Video geeig­net. Die stän­di­ge Ver­dre­hung des Ober­kör­pers kann lei­der zu Rücken­schmer­zen füh­ren bzw. die­se ver­stär­ken. Um die­se zu ver­mei­den, soll­te man sei­ne Rumpf­mus­ku­la­tur trai­nie­ren.

Haltung

„Para bailar bien el tan­go, hay que saber par­ar­se der­echo.“ (Um gut Tan­go zu tan­zen, muss man gera­de ste­hen können.)

„Esta buscan­do mone­das.“ (‚Er sucht Mün­zen.‘ = Män­ner, die mit run­dem Rücken stän­dig nach unten schauen.)

Vor allem Män­ner schlur­fen häu­fig mit hän­gen­den Schul­tern und Rund­rü­cken durch die Gegend. Tipps für eine gute Hal­tung fin­dest du in Pimp dein Gestell ganz schnell. Hier zwei effek­ti­ve Übun­gen spe­zi­el­le für bzw. gegen den Rund­rü­cken: Die ers­te in Bauch­la­ge und die zwei­te in Rücken­la­ge.

Wie Frau­en eine „effec­ti­ve tan­go pos­tu­re“ errei­chen kön­nen, wird in die­sem Video erklärt. 

Auch beim Qigong geht es immer wie­der um gute Hal­tung, Gleich­ge­wicht, Beweg­lich­keit und Koor­di­na­ti­on, wie zum Bei­spiel beim Mor­ning Stret­ching.

Gleichgewicht

Emp­feh­lens­wert ist zum Bei­spiel das Super Simp­le 6‑Minute Balan­ce Work­out. Sehr gute Übun­gen, kom­bi­niert mit Tan­go-Tech­nik, gibt es hier und – eher für Frau­en – hier. Wie man beim Zäh­ne­put­zen Gleich­ge­wicht und Koor­di­na­ti­on trai­nie­ren kann, beschrei­be ich in die­sem Bei­trag.