Englisch & Sport am Gymnasium ... und gottloser, pflanzlicher Tango

Schlagwort: Tango Seite 2 von 3

„Tanzen Sie lieber mal darüber nach.“

Nur zehn Pro­zent der Deut­schen tan­zen regel­mä­ßig. Viel zu wenig, fin­det der Neu­ro­wis­sen­schaft­ler Dong-Seon Chang. Er selbst tanzt lei­den­schaft­lich gern Swing und ist Lin­dy-Hop­per. Am Max-Planck-Insti­tut für bio­lo­gi­sche Kyber­ne­tik in Tübin­gen hat er zum The­ma Bewe­gung und Gehirn geforscht. Gemein­sam mit der däni­schen Neu­ro­wis­sen­schaft­le­rin Julia F. Chris­ten­sen, Exper­tin für Gehirn und Tanz, hat er ein Buch geschrie­ben, das jetzt erschie­nen ist. Es heißt „Tan­zen ist die bes­te Medizin“.

Wei­ter­le­sen … (Ber­li­ner Zeitung)

[Tango] „den Boden hören“

Ein guter Tan­go-DJ soll bekannt­lich „das Par­kett lesen“ um her­aus­zu­be­kom­men, zu wel­cher Musik die Leu­te tan­zen wollen:

[Tango] Shut up and Dance

Was mich als DJ (und Tän­zer) auf Milon­gas am meis­ten nervt, ist man­geln­der Respekt für die Musik bzw. den Tanz in Form von lau­tem Gequat­sche bzw. Geläch­ter.

[Tango] Warum wir immer wieder zu den Grundlagen zurückkehren

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von „Why we always go back to basics“ von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va

Der bes­se­ren Les­bar­keit zulie­be ver­wen­de ich meis­tens nur männ­li­che For­men (Leh­rer, Schü­ler, Tän­zer, etc.).

Wei­te­re Über­set­zun­gen von Vero­ni­cas Essays fin­dest du hier.

Als Leh­re­rin sehe ich regel­mä­ßig, dass Schü­ler frus­triert sind, wenn man ihnen immer wie­der sagt, dass sie an ihren Grund­la­gen arbei­ten sol­len. Sie den­ken sich: „Ich höre das jetzt schon seit Jah­ren, offen­bar habe ich mich nicht ver­bes­sert.“ Da jeder Leh­rer einen neu­en Blick auf das sel­be Pro­blem hat, fühlt es sich oft an, als ob Ler­nen eine unend­li­che Geschich­te sei. Offen­bar wird man nie­mals irgend­wo „ankom­men“. Die­se Ver­zweif­lung kann so stark wer­den, dass Leu­te völ­lig auf­hö­ren etwas zu ler­nen und sich mit dem zufrie­den geben, was sie bereits kön­nen. War­um müs­sen wir immer wie­der zu den Grund­la­gen zurück­keh­ren? Und war­um ist das so frustrierend?

[Tango] Warum wir mit unserem Herzen tanzen sollen

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von „Why we are told to dance with our hearts“ von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va

Der bes­se­ren Les­bar­keit zulie­be ver­wen­de ich meis­tens nur männ­li­che For­men (Leh­rer, Schü­ler, Tän­zer, etc.). 

Wei­te­re Über­set­zun­gen von Vero­ni­cas Essays fin­dest du hier.

Eines Tages kam einer neu­er Schü­ler zu einer Pri­vat­stun­de und mein­te: „Weißt du, ich habe Unter­richt bei all die­sen wun­der­ba­ren Leh­rern gehabt. Ich bin Anfän­ger, also tue ich mich natür­lich schwer, und stän­dig sagt man mir, dass ich wie ein Macho tan­zen soll. Aber ich bin kein Macho. Und ich will auch kei­ner sein. Ich kann Machos nicht aus­ste­hen. Bedeu­tet das, dass ich nie­mals rich­tig Tan­go tan­zen werde?“

[Tango] Warum wir leiden, wenn wir Tango lernen und warum das gut ist

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von „Why we suf­fer when lear­ning tan­go and how is that a good thing“ von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va. Wei­te­re Über­set­zun­gen von ihren Essays fin­dest du hier. Auch in die­sem Text ver­wen­de ich das inklu­si­ve Mas­ku­li­num, die Grün­de dafür fin­dest du hier.

Jeder, der schon ein­mal ernst­haft ver­sucht hat Tan­go zu ler­nen, hat psy­chisch dabei gelit­ten. Ich könn­te sogar mit Sicher­heit sagen, dass du wahr­schein­lich nie­mals etwas wirk­lich gelernt hast, wenn du nicht wenigs­tens ein­mal bei dem Ver­such dei­nen Tan­go zu ver­bes­sern, gelit­ten hast. Schü­le­rin­nen und Schü­ler sagen oft: „Ich kann nach dem Unter­richt nicht tan­zen gehen. Alles fühlt sich so falsch an!“ In Pha­sen des inten­si­ven Ler­nens kann das Lei­den so uner­träg­lich wer­den, dass man dar­an denkt ganz auf­zu­hö­ren. War­um lei­den wir so sehr?

[Tango] Warum wir glauben, dass Technik Emotion tötet

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von “Why we belie­ve tech­ni­que kills emo­ti­on” von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va.

Der bes­se­ren Les­bar­keit zulie­be ver­wen­de ich nur männ­li­che For­men (Leh­rer, Schü­ler, Tänzer). 

Wei­te­re Über­set­zun­gen von Vero­ni­cas Essays fin­dest du hier.

Vie­le Leu­te glau­ben, dass man ris­kiert, ein emo­tio­nal distan­zier­ter Tän­zer zu wer­den, wenn man sich zu stark auf Tech­nik kon­zen­triert. Im Tan­go ist das sehr gefähr­lich. Wenn man über jeman­den sagt „Er tanzt tech­nisch nicht sehr gut, aber hat in sei­nem Tanz wun­der­ba­re mensch­li­che Qua­li­tä­ten“ kann das als Kom­pli­ment auf­ge­fasst wer­den. Wenn man jedoch sagt, dass jemand „zu tech­nisch“ und nicht „emo­tio­nal genug“ tanzt, meint man oft, dass der­je­ni­ge nicht ver­stan­den hat, wor­um es im Tan­go in Wahr­heit geht. Offen­bar glau­ben vie­le, dass Tech­nik das Gegen­teil von Emo­ti­on ist. Auf mei­ne Arti­kel, in denen ich die Schwie­rig­kei­ten Tan­go zu ler­nen, dis­ku­tie­re, bekom­me ich oft die Reak­ti­on: „Ja ja, alles schön und gut, aber Tan­go tanzt man mit dem HERZEN und alle Tech­nik der Welt wird dir das nicht beibringen.“

[Tango] Tandas & Cortinas at Neolongas

The fol­lowing text is the Eng­lish ver­si­on of this arti­cle.

The­re is a stran­ge tra­di­ti­on that at most Neo­lon­gas, i.e. milon­gas with alter­na­ti­ve, non-tra­di­tio­nal  tan­go music, DJs don’t play tan­das and cor­ti­nas (T&Cs). I always do becau­se in my opi­ni­on they have a lot of advantages.

[Tango] Tandas, Cortinas & Playlisten auf Neolongas

Hin­weis: Aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit ver­wen­de ich im Fol­gen­den aus­schließ­lich männ­li­che For­men (wie „DJ“), die weib­li­chen Ent­spre­chun­gen („DJa­ne“) sind dabei natür­lich immer mit gemeint. Es geht im Fol­gen­den aus­schließ­lich um Neo­lon­gas, also Milon­gas mit NICHT-tra­di­tio­nel­ler, „moder­ner“ Musik („neo“, „non-tan­go“ etc.)

Immer mal wie­der wer­de ich gefragt, war­um ich – ganz unty­pisch – auf Neo­lon­gas Tan­das & Cor­ti­nas (T&Cs) spie­le. Hier mei­ne Grün­de, war­um ich sel­ber so auf­le­ge und war­um ich es schön fän­de, wenn auch ande­re DJs/TJs so auf­le­gen würden. 

[Tango] Warum das Wichtigste beim Tango nichts mit Tango zu tun hat

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung von “Why the most important thing in tan­go is not a tan­go thing” von Vero­ni­ca Tou­ma­no­va.

Hin­weis: Der bes­se­ren Les­bar­keit zulie­be, ver­wen­de ich nur männ­li­che For­men (“dein Lehrer”).

Wei­te­re Über­set­zun­gen von Vero­ni­cas Essays fin­dest du hier.

Was ist das Wich­tigs­te beim Tan­go? Ver­schie­de­ne Leu­te sagen viel­leicht es ist die Musik oder die Ver­bin­dung, die Umar­mung, die Freu­de, die sozia­le Inter­ak­ti­on, die Ent­wick­lung der eige­nen Fähig­kei­ten usw. Zum Glück haben wir alle ver­schie­de­ne Prio­ri­tä­ten und Vor­lie­ben. Aber das Wich­tigs­te beim Tan­go ist nichts von alle­dem. Und den­noch ist es so wich­tig und so all­um­fas­send, dass wir es alle ger­ne über­se­hen. Das Wich­tigs­te beim Tan­go hat nichts mit Tan­go zu tun und den­noch bestimmt es dei­ne Tan­go-Erfah­rung in jedem nur denk­ba­ren Sinn.

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