Viele Lehrer ärgern sich darüber, bzw. jammern, dass ihre (Oberstufen-) Schüler schlampig oder auch überhaupt nicht im Unterricht mitschreiben. Da hat man sich in stundenlanger Vorbereitung ein wunderbares Tafelbild mit vielen Pfeilen ausgedacht und die Schüler nehmen das Ganze freundlich-indifferent zur Kenntnis und bequemen sich nur sporadisch mal etwas aufs Papier zu schmotzeln.
Die allerwenigsten Lehrer fragen sich allerdings WOZU der Schüler überhaupt mitschreiben soll. Braucht er das Ganze irgendwann nochmal und falls ja, wann? Für das mündliche Ausfragen in der nächsten Stunde? Solange kann sich das fast jeder Schüler mit einem durchschnittlichen Gedächtnis, der in der Stunde aufgepasst hat, ohne große Aufzeichnungen merken. Und später? Braucht er es (wenn er schriftliches Abitur macht), zumindest bei uns in Bayern, nie wieder.