Referendare tun mir oft richtig leid. Oft genug lernen sie Methoden und Verfahren, die völlig unökonomisch und praxisuntauglich und müssen ihren Seminarlehrern zuliebe Dinge machen, von denen sie ganz genau wissen, dass sie das später nie wieder so machen werden. Vor kurzem fragte mich ein Referendar ganz verzweifelt, ob ich ihm nicht helfen könne. Er bekomme Besuch vom Seminarlehrer und er müsse in der Stunde das present perfect progressive einführen und zwar erstens streng induktiv und zweitens ausschließlich in der Fremdsprache. Ich konnte ihm nur den Tipp geben, die Stunde wie gewünscht durchzuziehen und in der nächsten Stunde (ohne Semiarlehrer) zu versuchen, das Durcheinander in den Köpfen der Schüler auf Deutsch ein bisschen zu klären.
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… sind ein besonders Problem im kommunikativen Sprachenunterricht. Wieviel aktive Mitarbeit darf man von Schülern erwarten und wie reagiert man – vor allem wenn es um Mitarbeitsnoten geht – wenn Schüler von sich aus wenig oder auch gar nichts sagen? Claudia Boerger hat sich Gedanken zu diesem Thema gemacht.
There are times when you’re class is going wrong or a colleague is ill and you’ve been asked to cover, you have no plan, no materials and a textbook that is boring your students to tears… These fillers require no preparation and no equipment beyond a whiteboard, markers and some paper.
Abgesehen von der ziemlich dilettantischen Durchführung gefällt mir der VERA‑8 Test (Testheft C: Gymnasium) durchaus. Da ich die Ergebnisse ausschließlich online eingegeben habe (und deshalb noch keinerlei Korrekturen im Schülerheft stehen), habe ich die Hefte nochmal für einen zweiten Durchgang verwendet.
… ist natürlich eine lächerliche Übertreibung, aber gross exaggeration, overstatement bzw. hyperbole gehören ja zum Handwerk 😉 Alles fing damit an, dass letzte Woche zufällig zwei Schüler aus meinem gk ein Notebook dabei hatten.
Die Mediation / Sprachmittlung hat eine steile Karriere hinter sich. Als 2006 die Bayern-Ausgabe von New Context erschien, war das meines Wissens das erste Oberstufen-Lehrbuch in dem Sprachmittlung (vgl. S. 256–257) auftauchte. In fast allen Bundesländern ist sie inzwischen fest im Lehrplan verankert und in den meisten taucht sie auch im Abitur auf. Gebetsmühlenartig wird behauptet, bei der Mediation handele es sich um eine „hoch relevante Übungs- und Prüfungsform“. Stimmt das?
Sich Sachen schnell merken zu können, ist eine für Schüler wichtige survival skill. Der schnelle Blick ins Buch bzw. Heft kurz vor der Stunde hat schon so manchen Vierer gerettet. Auch wer sich neuen Wortschatz schnell einprägen kann, ist oft im Vorteil.
… ist der Titel eines guten SPIEGEL Artikels über die Nutzlosigkeit des Englischunterrichtes in der Grundschule:
In meinem LK habe ich diverse gute Schauspieler/innen, die auch in der Theatergruppe aktiv sind. Als Warm-Up und zur Wiederholung unseres Characterization Wortschatzes durften / sollten die Schüler von mir vorher ausgewählte Wörter (shy, timid, dominant, tender etc.) pantomimisch darstellen. Hat Spaß gemacht.
Wer nicht wollte, musste nicht. Meiner Meinung nach sollte niemand gezwungen werden, sich vor seinen Mitschülern zu „produzieren“.
… ist ein portmanteau word aus MEMOry und CompeTITION.