Englisch & Sport am Gymnasium ... und gottloser, pflanzlicher Tango

Tango Lehrplan

In mei­nem Bei­trag über guten Tan­go-Unter­richt kri­ti­sie­re ich, dass der übli­che Unter­richt oft völ­lig unstruk­tu­riert und plan­los ist. Jede Stun­de wird irgend­was Neu­es gemacht, es wird kaum oder häu­fig gar nicht wie­der­holt, Neu­es wird nur sel­ten mit bereits Bekann­tem ver­knüpft und es ist kei­ne in sich logi­sche Abfol­ge von Inhal­ten („Pro­gres­si­on“) erkenn­bar. Im Fol­gen­den mein „Lehr­plan“ für Anfän­ger und Fortgeschrittene. 

Wie im Kon­text Schu­le üblich, beschrei­be ich im Fol­gen­den aus­schließ­lich INHALTE, also wel­che Schrit­te / Figu­ren ich in wel­cher Rei­hen­fol­ge sel­ber unter­rich­te bzw. was sich bewährt hat. Es geht also nicht um „Freu­de am Tan­zen“, Impro­vi­sa­ti­on oder Füh­ren und Folgen. 

Die im Fol­gen­den beschrie­be­ne Abfol­ge muss natür­lich nicht jeweils kom­plett „abge­ar­bei­tet“ wer­den, bevor man mit einem neu­en The­ma beginnt. So reicht es z.B. wenn man erst­mal nur ein nor­ma­les (= „ver­dop­pel­tes“) Kreuz lernt, sich danach z.B. mit Och­os beschäf­tigt und erst spä­ter das Kreuz ohne Ver­dop­pe­lung dazu­kommt. Gera­de das Gehen hat man ja auch nie „abge­schlos­sen“, son­dern kommt immer wie­der dar­auf zurück. Ent­spre­chend beschrän­ken sich die Erklä­run­gen zur Tech­nik einer neu­en Bewe­gung am Anfang auf das Aller­nö­tigs­te und wer­den erst im Lauf der Zeit dif­fe­ren­zier­ter und detaillierter. 

Musik / Musikalität

Bevor wir anfan­gen zu tan­zen, machen wir uns erst­mal mit der Musik ver­traut, zunächst Tan­go (4/4) und dann Vals (3/4).

  • Beton­te Zähl­zei­ten / Beats (1, 3, 5 und 7). 
  • Phra­sen (8er, 16er, 32er).
  • Ein­lei­tun­gen: Wann soll­te ich los­ge­hen und was mache ich, wenn ich den „rich­ti­gen“ Ein­satz ver­passt habe. 
  • Erken­nen, dass die meis­ten Stü­cke eine drei­tei­li­ge Struk­tur haben und jeder Teil wie­der auf 32er Phra­sen basiert.
  • Erken­nen, dass ein Stück bald endet (und das Stück mit einer ein­fa­chen Schluss­po­se been­den und nicht nur lang­wei­lig ein­fach stehenbleiben). 
  • Immer, wenn wir etwas Neu­es ler­nen, tan­zen wir es zunächst zu deut­lich akzen­tu­ier­ter Musik mit einer kla­ren, regel­mä­ßi­gen Phra­sen­struk­tur (wie z.B. El Adi­os). Mit zuneh­men­dem Kön­nen wird auch die Musik komplizierter. 

Didaktisch-methodische Grundsätze

  • Alle Bewe­gun­gen / Schrit­te üben wir erst­mal (natür­lich zu Musik) allei­ne. Erst wenn man sei­ne eige­nen Schrit­te aus­rei­chend auto­ma­ti­siert hat, kann der Mann Füh­rungs­im­pul­se geben und die Frau sie auf­neh­men. Danach tan­zen wir in Übungs­hal­tung und anschlie­ßend in offe­ner Tanz­hal­tung. Erst nach viel Übung pro­bie­ren wir es in enger Tanz­hal­tung.
  • Grund­sätz­lich ver­su­chen wir alles auf bei­den Sei­ten bzw. in bei­de Rich­tun­gen zu tan­zen. Also ler­nen wir das Kreuz von Anfang an auch auf der „geschlos­se­nen“ Sei­te und tan­zen die Moli­ne­te auch im Uhr­zei­gen­sinn. Um die (moto­ri­sche) Fle­xi­bi­li­tät bzw. „Beid­sei­tig­keit“ zu för­dern, wech­seln wir auch immer mal wie­der die Tanz­hal­tung und fas­sen uns auf der ande­ren Sei­te (vom Mann aus rechts). 
  • Nach dem Grund­satz „Ich kann als Mann nichts füh­ren, wenn ich nicht wenigs­tens eine gro­be Vor­stel­lung davon habe, was die Frau eigent­lich macht“ lernt der Mann „Frau­en­schrit­te“ und anders­her­um. So lernt der Mann z.B. die Grob­form von Och­os und die Frau das Kreuz im Vorwärts-Gehen. 
  • Von Anfang an tan­zen wir kon­se­quent in (8er) Phra­sen (bzw. im Vals in 4 Tak­ten). Alle Schrit­te ler­nen / üben wir zunächst im 4/4 Takt und über­tra­gen sie dann in den 3/4 Takt. Sobald wir etwas in einem flot­ten 4/4 Takt beherr­schen (wie z.B. Feli­cia), tan­zen wir es zu Milon­ga Musik. 
  • Zu Beginn jeder Stun­de wie­der­ho­len wir die Inhal­te der letz­ten Stun­de. Alles Neue wird mit bereits Bekann­tem ver­bun­den, so dass mög­lichst viel­fäl­ti­ge Varia­tio­nen entstehen. 
  • Am Ende jeder Stun­de gibt es meis­tens eine „Haus­auf­ga­be“ um das Gelern­te zu Hau­se zu wie­der­ho­len und zu üben. Für die rhyth­mi­sche Struk­tur der Musik z.B. die­ses Video und zum Üben der Dis­so­zia­ti­on die­ses.

Gehen

  • Bevor wir los­mar­schie­ren, machen wir alle fol­gen­den Schrit­te bzw. rhyth­mi­schen Varia­tio­nen erst­mal am Ort („Pen­del­schrit­te“).
  • Ein­füh­rung in Tech­nik und nor­ma­le Schrit­te (n) auf 1, 3, 5 und 7. 
  • Gehen mit Pau­sen, erst nur beim 4. Schritt, dann bei jedem zweiten.
  • Gehen im hal­ben / lang­sa­men Tem­po (l), also auf 4 Zähl­zei­ten (auf 1 und 5). Kom­bi­na­tio­nen: ll nnnn bzw. nnnn ll und lnn bzw. nnl. 
  • Gehen im „ver­dop­pel­ten“ / schnel­len Tem­po (s): Als ers­tes üben wir nur Wech­sel­schrit­te (als Anstell­schritt) vor­wärts und rück­wärts. Danach kom­bi­nie­ren wir zwei nor­ma­le Schrit­te mit einem Wech­sel­schritt (nns­sn). Danach zwei nor­ma­le Schritt mit 4 schnel­len Schrit­ten nns­s­ss bzw. umge­dreht ssssnn. 
  • Gehen in allen drei Geschwin­dig­kei­ten: ll nns­sn (= zwei 8er-Phra­sen). Wenn man die­se Fol­ge jetzt (gegen­gleich) wie­der­holt, hat man eine kom­plet­te 32-er Phra­se getanzt.

Kreuz

  • Ein­füh­rung in Tech­nik und gekreuz­te Wech­sel­schrit­te vor­wärts und rückwärts. 
  • Zwei nor­ma­le Schrit­te und ein Kreuz (nns­sn) auf bei­den Seiten. 
  • Das­sel­be mit Wie­ge­schrit­ten (Cuni­ta).
  • Wie­der­ho­lung von nn ssss und ent­spre­chend zwei nor­ma­le Schrit­te und zwei Kreuz (wie­der auf bei­den Seiten). 
  • Drei Kreuz hin­ter­ein­an­der (d.h. eine gan­ze 8er Phra­se). Auf die 8 ein Tap und gegen­gleich wiederholen. 
  • Kreuz ohne Verdoppelung.
  • Zwei Kreuz ohne Ver­dop­pe­lung, z.B. auf 4 links (vom Mann aus) und auf 7 rechts. 
  • Drei Kreuz ohne Ver­dop­pe­lung (auf 2, 5 und 8). 

Ochos

  • Ein­füh­rung in das Prin­zip der Dis­so­zia­ti­on und Übun­gen am Ort: Ste­hen auf bei­den Bei­nen, Ste­hen auf einem Bein, Vier­tel­dre­hun­gen am Ort, zunächst nur in der leich­te­ren Rich­tung (rechts her­um, wenn man auf rechts steht), dann auch anders­her­um. Alles erst ohne, dann mit Stab. 
  • Ein­füh­rung in Tech­nik und lang­sa­me (l) Vor­wärts-Och­os (über 4 Beats Tan­go bzw. 2 Tak­te im Vals)
  • Vor­wärts-Och­os über 2 Beats (n) (bzw. einen Takt) und (ana­log zum Gehen) Kom­bis: ll nnnn bzw. nnnn ll. Oder: lnn bzw. nnl 
  • Schnel­le Vor­wärts-Och­os (s) („Baby Och­os / Och­i­tos“) und Kom­bis, wie z.B. nns­sn bzw. nnssss.
  • Vor­wärts-Och­os in drei Geschwin­dig­kei­ten: ll nns­sn (gegen­gleich wiederholen). 
  • Alles Bis­he­ri­ge mit Rückwärts-Ochos. 
  • Vor­wärts- und Rück­wärts-Och­os (in ver­schie­de­nen Tem­pi) mit­ein­an­der verbinden. 
  • Och­os mit Wie­ge­schrit­ten kombinieren. 

Parada / Pasada

  • Aus dem Vor­wärts-Ocho mit ein­fa­chem „Drü­ber­stei­gen“, zunächst zur offe­nen Sei­te, dann auch zur geschlossenen.
  • Aus dem Vor­wärts-Och­os mit Varia­tio­nen / Ver­zie­run­gen: Cari­cia / Lustra­da, Free Leg Pro­jec­tion, Strai­ght Lift, Cross Lift
  • Aus dem Rück­wärts-Ocho mit „Abset­zen“ der Frau, zunächst mit Sand­wich, dann ohne. 
  • Aus dem Rück­wärts-Ocho mit „Abset­zen“ der Frau und Barrida.
  • Wie vor­her, aber mit „Weg­ki­cken“ ihres lin­ken Bei­nes (schi­cke Schlusspose!)
  • Para­da aus der Molinete. 

Molinete

  • Alle Schrit­te üben wir zunächst auf einer Gera­den, dann erst auf der Kreis­bahn und von Anfang an in bei­den Rich­tun­gen (mit Richtungswechsel). 
  • Im nor­ma­len Tem­po, erst auf zwei, dann auf eine Phrase.
  • Im schnel­len Tem­po auf 8.
  • Kom­bi­na­ti­on von nor­ma­lem und schnel­lem Tem­po (wie beim Gehen und den Och­os): nn ssss
  • Moli­ne­te auf 8 und Wie­ge­schrit­te am Ort. 
  • Moli­ne­te auf 4 (bzw. im Vals 2 Tak­te) und Kom­bi 8–4‑4 bzw. im Vals 4–2‑2.
  • Varia­tio­nen für die Frau: Nur vor­ne bzw. hin­ten kreu­zen und belie­bi­ge Kombis. 

Gancho

  • Ein­füh­rung in die Tech­nik und Gan­cho aus dem Vor­wärts-Ocho auf der offe­nen Sei­te (ihr rech­tes Bein um sein linkes).
  • Aus der Mir­ror Posi­ti­on (ihr rech­tes um sein rechtes). 
  • Aus dem Vor­wärts-Ocho auf der geschlos­se­nen Sei­te (ihr lin­kes um sein rechtes). 
  • Aus der Gegen­über­stel­lung auf der geschlos­se­nen Seite. 
  • Ein­füh­rung in die Tech­nik des Rück­wärts-Gan­cho und Gan­cho aus der Para­da und dem (über­dreh­ten) Rückwärts-Ocho. 

Traspie

  • Wir begin­nen mit dem gekreuz­ten Schritt (nss): In der Vor­wärts-Bewe­gung vor­ne kreu­zen, in der Rück­wärts-Bewe­gung hinten.
  • Vor­wärts und rück­wärts nur vor­ne (bzw. hin­ten) kreuzen. 
  • Am Ort nur vor­ne (bzw. hin­ten) kreuzen
  • „Über­dre­hen“: In der Vor­wärts-Bewe­gung hin­ten kreu­zen (und gegengleich). 
  • Alles wie bis­her, nur mit dem Seit­wärts-Schritt begin­nen (ssn).
  • Wie­der mit Seit­wärts-Schritt begin­nen, aber 8 Schrit­te „durch­lau­fend“ im schnel­len Tempo. 

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  1. Lie­ber Herr Lüders,
    vie­len Dank für die­sen sehr infor­ma­ti­ven Artikel!
    Ich gebe sel­ber kei­nen Unter­richt, aber trotz­dem möch­te ich aus Lai­en­sicht einen Punkt anmer­ken, der für mei­nen eige­nen Tanz sehr wich­tig ist: Tan­go ist ein Paar­tanz, und die­ser Aspekt fehlt aus mei­ner Sicht in Ihrem Lehrplan.

    1.) Ganz grund­sätz­lich gefragt: Wie funk­tio­niert Füh­ren und Fol­gen? Was ist die Ver­bin­dung im Paar? Und wie funk­tio­niert der Dia­log im Paar, opti­ma­ler­wei­se in jedem ein­zel­nen Schritt?

    2.) Die Kon­se­quenz der Ver­bin­dung ist, dass ich als Füh­ren­der die Bewe­gun­gen mei­ner Tanz­part­ne­rin beglei­te. Wenn Sie den Füh­ren­den die Schrit­te zunächst allein üben las­sen: Besteht dann nicht die Gefahr, dass der Füh­ren­de sei­ne auto­ma­ti­sier­ten Schritt­fol­gen abschrei­tet und die Fol­gen­de dann zuse­hen muss, wie sie damit klar kommt? Das sehe ich auf Milon­gas lei­der ziem­lich häu­fig. Und zwar nicht nur bei Anfän­gern, son­dern durch­aus auch bei Men­schen mit 5+ Jah­ren Tan­go Erfahrung.

    3.) Die Logik des Tan­zens ist aus mei­ner Sicht genau anders her­um als Sie es unter­rich­ten. Für mich als Füh­ren­den ist die Fra­ge nicht „Wel­che Schrit­te muss ich machen, damit die Figur gelingt?“ son­dern viel­mehr „Wel­che Schrit­te muss ich bei mei­ner Tanz­part­ne­rin füh­ren, damit als Ergeb­nis mei­ner Füh­rung die gewünsch­te Figur herauskommt?“ 

    4.) Und da wir als Paar tan­zen, muss ich bei jeder Figur die Dyna­mik und die Schrit­te mei­ner Tanz­part­ne­rin beach­ten. Ich kann mir schwer vor­stel­len, wie ich die Dyna­mik einer Figur ohne eine Tanz­part­ne­rin ler­nen soll.

    Mir ist nicht ganz klar, wie Sie mit die­sen Aspek­ten umge­hen. Behan­deln Sie die­se Aspek­te spä­ter im Unter­richt oder wie gehen Sie damit um?

    Lie­be Grüße,

    Hel­ge Schütt

    • > „Tan­go ist ein Paar­tanz, und die­ser Aspekt fehlt aus mei­ner Sicht in Ihrem Lehrplan.“

      Das stimmt, aber dar­um geht es mir auch gar nicht. Ich bin Eng­lisch- und Sport-Leh­rer und im Kon­text Schu­le bedeu­tet „Lehr­plan“ ein­fach nur eine Auf­lis­tung von INHALTEN (ich habe zusätz­lich noch ein paar didaktisch‑m. Grund­sät­ze ergänzt). Also steht z.B. im Lehr­plan Sport für die 5. Klas­sen, dass die Schü­ler in Fuß­ball die Grob­for­men von Ball füh­ren, stop­pen, pas­sen und schie­ßen ler­nen sol­len. Sog. „affek­ti­ve“ Lern­zie­le (wie „Freu­de am Fuß­ball spie­len“) und metho­di­sche Wege ste­hen NICHT im eigent­li­chen Lehr­plan. Ich habe also ledig­lich beschrie­ben WAS ich in WELCHER REIHENFOLGE sel­ber unter­rich­te bzw. was ich vorschlage. 

      > „Wie funk­tio­niert Füh­ren und Folgen? […]

      Eine m.E. gute Beschrei­bung bie­tet: https://jochenlueders.de/?p=10362

      Aber Sie kön­nen ein Dut­zend sol­cher Arti­kel lesen und trotz­dem „wis­sen“ Sie nur auf einer rein kogni­ti­ven Ebe­ne wie es funk­tio­niert. Die­ses „Wis­sen“ nützt Ihnen fürs Tan­zen aber gar nichts. Füh­ren und Fol­gen ler­nen Sie nur durch (sel­ber) FÜHLEN bzw. SPÜREN. 

      Neh­men wir als Bei­spiel das Kreuz. Bei mir ler­nen Sie natür­lich erst­mal ihre eige­nen Schrit­te, aber auch (zumin­dest in der Grob­form) die Schrit­te der Frau. Wenn sie die hin­rei­chend beherr­schen, tan­zen wir zusam­men das Kreuz, dabei füh­re ich und Sie fol­gen und SPÜREN, wie sich das Kreuz für die Frau anfühlt. Sie ver­ste­hen und ler­nen also, wann sie wel­che Impul­se braucht. [Mei­ne The­se ist, dass wir Män­ner nichts rich­tig füh­ren kön­nen, wenn wir nicht zumin­dest eine gro­be Vor­stel­lung davon haben, was die Frau über­haupt macht]. Dann wech­seln wir die Rol­len, SIE füh­ren und ich gebe Ihnen Feed­back, wie sich ihre Füh­rung für mich anfühlt. Also ob Ihr Impuls fürs Kreuz zu schwach, zu stark oder gera­de rich­tig war, ob der Zeit­punkt zu früh, zu spät oder gera­de rich­tig war, ob Sie (unbe­wusst) an mir rum­schie­ben bzw. ‑zie­hen usw. Durch stän­di­ges Üben / Wie­der­ho­len ver­bun­den mit qua­li­fi­zier­tem (!) Feed­back ver­bes­sert sich im Lauf der Zeit (hof­fent­lich) Ihre Füh­rung bzw. die Kom­mu­ni­ka­ti­on im Paar. 

      > „Besteht dann nicht die Gefahr, […] wie sie damit klar kommt?“

      Ja natür­lich. Aber mei­ne The­se ist, dass ich mich als Mann erst dann auf Füh­rung kon­zen­trie­ren kann, wenn ich mei­ne eige­nen Schrit­te bzw. Bewe­gun­gen weit­ge­hend auto­ma­ti­siert habe. Und erst wenn ich die Füh­rung weit­ge­hend auto­ma­ti­siert habe, kann ich mich auf die Musik und ihre tän­ze­ri­sche Umset­zung kon­zen­trie­ren. Im typi­schen Tan­go-Unter­richt soll der Mann aber alles drei gleich von Anfang machen. Und das kann nicht funk­tio­nie­ren und führt nur zu Frustration. 

      > „Wel­che Schrit­te muss ich bei mei­ner Tanz­part­ne­rin führen […]“

      Sie­he oben. Das Eine ist mei­ner Mei­nung nach die Vor­aus­set­zung für das Andere. 

      > „Ich kann mir schwer […] Tanz­part­ne­rin ler­nen soll.“

      Stimmt, das geht nicht. Aber das schrei­be / behaup­te ich doch auch nir­gends, oder?

      > „Behan­deln Sie die­se Aspek­te spä­ter im Unterricht“

      Nein, natür­lich nicht, das wäre ja völ­lig absurd. Führen/Folgen bzw. Kom­mu­ni­ka­ti­on im Paar beginnt mit unse­ren ers­ten (Pendel-)Schritten.

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