Modernen Tango lernen & tanzen

Kategorie: Allgemein Seite 90 von 103

Hamlet’s Cat

To go out­side, and the­re per­chan­ce to stay
Or to remain within: that is the question:
Whe­ther ’tis bet­ter for a cat to suffer
The cuffs and buf­fets of incle­ment weather
That Natu­re rains on tho­se who roam abroad,

Or take a nap upon a scrap of carpet,
And so by dozing melt the solid hours
That clog the clock’s bright gears with sul­len time
And stall the din­ner bell.

Texte wiederholen

Vie­le Leh­rer ärgern sich dar­über, bzw. jam­mern, dass ihre (Ober­stu­fen-) Schü­ler schlam­pig oder auch über­haupt nicht im Unter­richt mit­schrei­ben. Da hat man sich in stun­den­lan­ger Vor­be­rei­tung ein wun­der­ba­res Tafel­bild mit vie­len Pfei­len aus­ge­dacht und die Schü­ler neh­men das Gan­ze freund­lich-indif­fe­rent zur Kennt­nis und beque­men sich nur spo­ra­disch mal etwas aufs Papier zu schmotzeln.

Die aller­we­nigs­ten Leh­rer fra­gen sich aller­dings WOZU der Schü­ler über­haupt mit­schrei­ben soll. Braucht er das Gan­ze irgend­wann noch­mal und falls ja, wann? Für das münd­li­che Aus­fra­gen in der nächs­ten Stun­de? Solan­ge kann sich das fast jeder Schü­ler mit einem durch­schnitt­li­chen Gedächt­nis, der in der Stun­de auf­ge­passt hat, ohne gro­ße Auf­zeich­nun­gen mer­ken. Und spä­ter? Braucht er es (wenn er schrift­li­ches Abitur macht), zumin­dest bei uns in Bay­ern, nie wieder.

Poi

… kommt aus Neu­see­land und heißt Ball. Bei den Mao­ri wer­den Poi von den Frau­en zum Tanz und wur­den von den Krie­gern zum Koor­di­na­ti­ons­trai­ning vor einer Schlacht geschwun­gen. Auch tanz­te man in der Ver­gan­gen­heit Poi-Tän­ze, wenn man um das ande­re Geschlecht wer­ben woll­te. Poi macht nicht nur Spaß, es hält auch fit, hilft dem Kör­per und dem Geist! Es hat etwas Medi­ta­ti­ves, wenn man Poi spielt. Man kann wun­der­bar abschal­ten und hat jede Men­ge Spaß dabei.

The Impotence of Proofreading

End­lich eine über­zeu­gen­de Begrün­dung, war­um Kor­rek­tur­le­sen wich­tig ist:

Schreibzeilen

… auf  Schul­auf­ga­ben-Anga­ben sind für mich ein typi­scher Fall von „Ham­ma imma scho so gmacht“. Nie­mand kann mir sagen, wel­che VORTEILE es hat Schü­ler  statt auf nor­ma­les (DIN A4) Schreib­pa­pier direkt auf die Anga­be schrei­ben zu las­sen, aber (fast) alle machen es so.

Noten im Sport

Vor kur­zem kri­ti­sier­te mich eine Mut­ter mal wie­der hef­tig dafür, dass es in mei­nem Sport­un­ter­richt auch schlech­te Noten gibt. Ihrer Mei­nung nach soll­te im Sport die schlech­tes­te Note 3 sein, alles ande­re wür­de die Kin­der „demo­ti­vie­ren“ und ihnen den Spaß am Sport ver­der­ben. Obwohl die­se Mei­nung bei vie­len Schü­lern, Eltern und (lei­der auch) Leh­rern ver­brei­tet ist, hal­te ich sie für falsch.

SchulSportArten

Auch in die­sem Bei­trag ver­wen­de ich das inklu­si­ve Mas­ku­li­num. Die Grün­de dafür kannst du in die­sem Arti­kel und (aus­führ­li­cher) in die­sem Buch nachlesen.

Auch bei Sport­leh­rern gibt es eine star­ke „Ham­ma imma scho so gmacht“-Fraktion, die seit zwanzig+x Jah­ren das­sel­be macht und kei­nen Gedan­ken dar­an ver­schwen­det („Des ham­ma noch nie gmacht“) mal etwas Neu­es aus­zu­pro­bie­ren bzw. ver­al­te­te Inhal­te über Bord zu wer­fen bzw. zumin­dest nicht mehr so häu­fig / aus­führ­lich zu machen. Und so müs­sen die armen Schü­ler bis in alle Ewig­keit ver­ros­te­te Stahl­ku­geln durch die Gegend sto­ßen, dür­fen sich an Reck und Bar­ren blaue Fle­cken holen bzw. end­los in eine Sand­gru­be hupfen. 

Rope Skipping

… erfüllt die meis­ten mei­ner Kri­te­ri­en für eine idea­le Schul­sport­art. 

Rechenschaftsablagen

… sind bei uns in Bay­ern münd­li­che Prü­fun­gen („Aus­fra­gen“) – meis­tens am Anfang der Stun­de – über den Stoff der letz­ten Stun­de bzw. die Haus­auf­ga­be. Die­se Prü­fun­gen sind tra­di­tio­nell ein kon­flikt­träch­ti­ger Teil des Unter­richts und Schü­ler emp­fin­den sie häu­fig als aus­gesprochen unge­recht und regel­recht „fies“.

Hier ein paar „belieb­te“ Methoden:

SITZEN VERBOTEN

Alle Welt klagt zu Recht, dass unse­re Schü­ler immer fet­ter wer­den häu­fi­ger unter Adi­po­si­tas lei­den, sich nicht mehr bewe­gen, kei­ne Kraft mehr aber dafür erheb­li­che moto­ri­sche und koor­di­na­ti­ve Defi­zi­te haben. Immer mehr Kin­der und Jugend­li­che bewe­gen sich nur noch in der Schu­le und hocken zu Hau­se nur noch vor dem PC bzw. dem Fern­se­her. Der nahe­lie­gen­de Schluss wäre (möch­te man mei­nen), dass die Haupt­auf­ga­be des Sport­un­ter­richts die Bekämp­fung oder zumin­dest Lin­de­rung o.a. Män­gel sei. Kon­kret hie­ße das, dass Herz-Kreis­lauf- und Kraft­trai­ning zusam­men mit Übun­gen zur Ver­bes­se­rung der Moto­rik und Koor­di­na­ti­on abso­lu­te Prio­ri­tät im Sport­un­ter­richt haben müss­ten. In Wirk­lich­keit sit­zen (bzw. ste­hen) Schü­ler viel zu oft und viel zu lan­ge im Sport­un­ter­richt herum.

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