Endlich eine überzeugende Begründung, warum Korrekturlesen wichtig ist:
Kategorie: Allgemein Seite 90 von 102
… auf Schulaufgaben-Angaben sind für mich ein typischer Fall von „Hamma imma scho so gmacht“. Niemand kann mir sagen, welche VORTEILE es hat Schüler statt auf normales (DIN A4) Schreibpapier direkt auf die Angabe schreiben zu lassen, aber (fast) alle machen es so.
Vor kurzem kritisierte mich eine Mutter mal wieder heftig dafür, dass es in meinem Sportunterricht auch schlechte Noten gibt. Ihrer Meinung nach sollte im Sport die schlechteste Note 3 sein, alles andere würde die Kinder „demotivieren“ und ihnen den Spaß am Sport verderben. Obwohl diese Meinung bei vielen Schülern, Eltern und (leider auch) Lehrern verbreitet ist, halte ich sie für falsch.
Auch in diesem Beitrag verwende ich das inklusive Maskulinum. Die Gründe dafür kannst du in diesem Artikel und (ausführlicher) in diesem Buch nachlesen.
Auch bei Sportlehrern gibt es eine starke „Hamma imma scho so gmacht“-Fraktion, die seit zwanzig+x Jahren dasselbe macht und keinen Gedanken daran verschwendet („Des hamma noch nie gmacht“) mal etwas Neues auszuprobieren bzw. veraltete Inhalte über Bord zu werfen bzw. zumindest nicht mehr so häufig / ausführlich zu machen. Und so müssen die armen Schüler bis in alle Ewigkeit verrostete Stahlkugeln durch die Gegend stoßen, dürfen sich an Reck und Barren blaue Flecken holen bzw. endlos in eine Sandgrube hupfen.
… erfüllt die meisten meiner Kriterien für eine ideale Schulsportart.
… sind bei uns in Bayern mündliche Prüfungen („Ausfragen“) – meistens am Anfang der Stunde – über den Stoff der letzten Stunde bzw. die Hausaufgabe. Diese Prüfungen sind traditionell ein konfliktträchtiger Teil des Unterrichts und Schüler empfinden sie häufig als ausgesprochen ungerecht und regelrecht „fies“.
Hier ein paar „beliebte“ Methoden:
Alle Welt klagt zu Recht, dass unsere Schüler immer fetter werden häufiger unter Adipositas leiden, sich nicht mehr bewegen, keine Kraft mehr aber dafür erhebliche motorische und koordinative Defizite haben. Immer mehr Kinder und Jugendliche bewegen sich nur noch in der Schule und hocken zu Hause nur noch vor dem PC bzw. dem Fernseher. Der naheliegende Schluss wäre (möchte man meinen), dass die Hauptaufgabe des Sportunterrichts die Bekämpfung oder zumindest Linderung o.a. Mängel sei. Konkret hieße das, dass Herz-Kreislauf- und Krafttraining zusammen mit Übungen zur Verbesserung der Motorik und Koordination absolute Priorität im Sportunterricht haben müssten. In Wirklichkeit sitzen (bzw. stehen) Schüler viel zu oft und viel zu lange im Sportunterricht herum.
Es gehört m.E. zu den Absurditäten unseres (bayerischen) Sportlehrplans, dass wir auf der einen Seite „gesundheitsorientiertes Fitnesstraining“ betreiben sollen und den Schülern erklären, warum sie z.B. bei The Plank nach unten sehen sollen und sie auf der anderen Seite immer noch laut Lehrplan Kugelstoßen lassen sollen.
Eine moderne Variation von Norman Rockwell’s berühmtem Bild „Freedom from Want“, das z.B. in New Context S. 23 abgedruckt ist:
Eine schöne Koordinationsübung beim Basketball ist mit ZWEI Bällen zu dribbeln: gleichzeitig, versetzt, Bälle kreuzen usw. Wer nach weiteren Anregungen sucht, sollte sich mal dieses Video ansehen: