Das Zeugnis ist bei uns in Bayern nicht mehr weit, jetzt beginnt die Zeit der Notentipperei. Allein in meiner 5ten habe ich im zweiten Halbjahr in Sport neun Noten gemacht, multipliziert mit 33 Schülern, multipliziert mit mehreren Sportklassen … Na gut, nicht alle Klassen sind so groß und nicht überall habe ich so viele Noten, aber es sind genügend um sich mal zu überlegen, WIE man sie am schnellsten in die entsprechenden Excel-Tabellen eingibt.
Schlagwort: Sport Seite 7 von 8
… hat mich beim Jonglieren schon immer fasziniert. Was Michael Moschen zeigt, ist einfach fantastisch:
… kommt aus Neuseeland und heißt Ball. Bei den Maori werden Poi von den Frauen zum Tanz und wurden von den Kriegern zum Koordinationstraining vor einer Schlacht geschwungen. Auch tanzte man in der Vergangenheit Poi-Tänze, wenn man um das andere Geschlecht werben wollte. Poi macht nicht nur Spaß, es hält auch fit, hilft dem Körper und dem Geist! Es hat etwas Meditatives, wenn man Poi spielt. Man kann wunderbar abschalten und hat jede Menge Spaß dabei.
Vor kurzem kritisierte mich eine Mutter mal wieder heftig dafür, dass es in meinem Sportunterricht auch schlechte Noten gibt. Ihrer Meinung nach sollte im Sport die schlechteste Note 3 sein, alles andere würde die Kinder „demotivieren“ und ihnen den Spaß am Sport verderben. Obwohl diese Meinung bei vielen Schülern, Eltern und (leider auch) Lehrern verbreitet ist, halte ich sie für falsch.
Auch in diesem Beitrag verwende ich das inklusive Maskulinum. Die Gründe dafür kannst du in diesem Artikel und (ausführlicher) in diesem Buch nachlesen.
Auch bei Sportlehrern gibt es eine starke „Hamma imma scho so gmacht“-Fraktion, die seit zwanzig+x Jahren dasselbe macht und keinen Gedanken daran verschwendet („Des hamma noch nie gmacht“) mal etwas Neues auszuprobieren bzw. veraltete Inhalte über Bord zu werfen bzw. zumindest nicht mehr so häufig / ausführlich zu machen. Und so müssen die armen Schüler bis in alle Ewigkeit verrostete Stahlkugeln durch die Gegend stoßen, dürfen sich an Reck und Barren blaue Flecken holen bzw. endlos in eine Sandgrube hupfen.
… erfüllt die meisten meiner Kriterien für eine ideale Schulsportart.
Alle Welt klagt zu Recht, dass unsere Schüler immer fetter werden häufiger unter Adipositas leiden, sich nicht mehr bewegen, keine Kraft mehr aber dafür erhebliche motorische und koordinative Defizite haben. Immer mehr Kinder und Jugendliche bewegen sich nur noch in der Schule und hocken zu Hause nur noch vor dem PC bzw. dem Fernseher. Der naheliegende Schluss wäre (möchte man meinen), dass die Hauptaufgabe des Sportunterrichts die Bekämpfung oder zumindest Linderung o.a. Mängel sei. Konkret hieße das, dass Herz-Kreislauf- und Krafttraining zusammen mit Übungen zur Verbesserung der Motorik und Koordination absolute Priorität im Sportunterricht haben müssten. In Wirklichkeit sitzen (bzw. stehen) Schüler viel zu oft und viel zu lange im Sportunterricht herum.
Es gehört m.E. zu den Absurditäten unseres (bayerischen) Sportlehrplans, dass wir auf der einen Seite „gesundheitsorientiertes Fitnesstraining“ betreiben sollen und den Schülern erklären, warum sie z.B. bei The Plank nach unten sehen sollen und sie auf der anderen Seite immer noch laut Lehrplan Kugelstoßen lassen sollen.
Eine schöne Koordinationsübung beim Basketball ist mit ZWEI Bällen zu dribbeln: gleichzeitig, versetzt, Bälle kreuzen usw. Wer nach weiteren Anregungen sucht, sollte sich mal dieses Video ansehen:
Sohnemann hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass derzeit jump style angesagt sei. Ein Beispiel kann man sich hier ansehen. Wenn man bei YouTube nach „jump style“ sucht, bekommt man eine lange Liste von Videos. Puh, schaut alles ganz schön anstrengend aus. Im Vergleich dazu ist mein Aerobic eine Altherren-Veranstaltung.