Auf der Basis meiner Criteria for Oral Grades hat Claudia Boerger ein self-evaluation Handout erstellt. Vor den Ferien erhalten ihre Schüler dieses Handout, nachdem sie ihre Noten erstellt hat. Dann vergleicht und bespricht sie die Einschätzungen, um ggf. die Notendiskrepanz zu erläutern bzw. diese nach Einsicht zu minimieren.
Kategorie: Allgemein Seite 99 von 102
Aus „The Passing of the Year“ von Robert W. Service:
Old Year! upon the Stage of Time
You stand to bow your last adieu;
A moment, and the prompter’s chime
Will ring the curtain down on you.
Your mien is sad, your step is slow;
You falter as a Sage in pain;
Yet turn, Old Year, before you go,
And face your audience again.
Das vollständige Gedicht und weitere Poems for the New Year.
Ein schönes Haiku von Kobayashi Issa:
New Year’s Day –
everything is in blossom!
I feel about average.
Und falls du schon immer mal wissen wolltest, welche Suppe James serviert …
Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen Glück und Gesundheit fürs neue Jahr. Falls du Kollege/Kollegin bist, wünsche ich dir viel Kraft für deinen anstrengenden Job und (wenigstens ab und zu) Freude an der Arbeit.
Vor kurzem bat mich ein Deutsch-Kollege um Hilfe. Seine Tochter (11. Klasse) war in full panic mode, weil eine Englisch-Schulaufgabe zu immigration vor der Tür stand und sie noch überhaupt nichts gemacht hatte. Ich gab ihm das Abiturwissen Englisch Landeskunde, das für solche Fälle eine kompakte Zusammenfassung bietet und verwies auf mein Vocab-Sheet Immigration (pdf).
… von David Lodge ist eine empfehlenswerte Ferienlektüre:
„A collection of articles which appeared in „The Independent on Sunday“ for 50 weeks between 1991 and 1992. The art of fiction is considered under a wide range of headings, such as the intrusive author, suspense, the epistolary novel, time-shift, magic realism and symbolism and each topic is illustrated by a passage or two taken from classic or modern fiction. Drawing on writers as diverse as Henry James and Martin Amis, Jane Austin and Fay Weldon, Henry Fielding and James Joyce, David Lodge makes accessible to the general reader the richness and variety of British and American fiction. Technical terms, such as interior monologue, metafiction, intertextuality and the unreliable narrator are explained and the application demonstrated.“ (Quelle)
„Heigh Ho The Holly“ by William Shakespeare
Ich bin immer wieder verblüfft, welche Bücher meine Kollegen in ihrem Unterricht behandeln. Ständig kommen in EnPaed Anfragen der Art: „Wer kennt das Buch XY und hat dazu vielleicht irgendwelche Materialien?“ Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich ist es eine wunderbare Sache immer wieder neue Bücher zusammen mit Schülern zu entdecken und sich darüber auszutauschen. Wer genügend Zeit hat und wem es Spaß macht, ständig neue Sachen auszuprobieren, soll das natürlich gerne machen dürfen.
Jetzt hatten wir eine Woche lang einen 15-jährigen französischen Austauschschüler zu Gast – es war entsetzlich.
Gehörst du auch zu den Leuten, die bei der Korrektur von Stegreifaufgaben (= kurzen Vokabeltests) bzw. von Wortschatz- und Grammatikaufgaben in Schulaufgaben erst den eigentlichen Fehler markieren und ZUSÄTZLICH am Rand noch mal ein entsprechendes Symbol (z.B. waagerechten Strich für halben und senkrechten für einen ganzen Fehler) hinpinseln? Wozu diese Verdoppelung? Weil es alle anderen auch so machen? Weil du es im Referendariat so gelernt hast? Man lernt im Referendariat ja eine Menge, nur leider fast nie, wie man ÖKONOMISCH arbeitet.
Vor kurzem habe ich versucht eine junge Kollegin zu trösten. Sie hatte mit einem Grammatik-Lernzirkel völligen Schiffbruch erlitten. Sie hatte sich eine wahnsinnige Arbeit gemacht und stundenlang kopiert, geschnippelt, geklebt, beschriftet und laminiert. Sie hatte sich extra eine Kiste besorgt um die ganzen Materialien transportieren zu können. Sie hatte eine genaue Anleitung gegeben, wie das Ganze ablaufen sollte und hatte den Schülern auch ihre pädagogischen Intentionen – ganz im Sinne von Hilbert Meyers „intelligentem Üben“ – klargemacht.
Die folgende Glosse erschien heute in der SZ (S. 16). Sie passt gut zu meinen Gedanken über Disziplin, Regeln und Strafen. (Dank an Peter Ringeisen und Hans Loibl für den Text)
Verkehrte Welt
Normalerweise geht das Klagelied so: Lehrer beschweren sich über mangelnde Disziplin bei ihren Schülern, über Lärm und Respektlosigkeit, schlechte Erziehung und fehlende Lernlust. Eltern, heißt es in der Regel, wenn es um die „Schüler von heute“ geht, nähmen ihre Verantwortung nicht mehr ausreichend wahr, delegierten ihre Probleme mit den Kindern kurzerhand an die Schule, die dann sehen müsse, wie sie mit 34 schreienden, zappelnden, demotivierten Schülern pro Klasse zurechtkomme.