Jetzt hat man es endlich mal geschafft rechtzeitig fertig zu werden, die Hausaufgabe ist auch schon gestellt, man hat sogar noch acht Minuten – und schon hat man das nächste Problem: Was macht man jetzt? Jetzt schon Schluss machen ist schlecht, zwei bis drei Minuten ist okay, aber acht Minuten ist verschenkte Unterrichtszeit. Jetzt noch ein ganz neues Thema anfangen ist auch schlecht, denn es ist abzusehen, dass man irgendwo mittendrin hängenbleiben wird. Schon einige Male habe ich erlebt, dass jetzt noch panisch eine Partnerarbeit angesetzt wurde. Die Schüler brauchen nur einmal auf die Uhr zu schauen um zu erkennen, dass dabei nichts mehr rauskommen kann und beschließen die Stunde selbständig zu beenden.
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„Tritt frisch auf, mach’s Maul auf – hör’ bald auf!“ (Martin Luther)
Damit das mit dem „bald“ bzw. „rechtzeitig“ Aufhören funktioniert, brauchst du unbedingt einen vernünftigen Wecker.
Das Besprechen von Hausaufgaben hat einen Stammplatz in der traditionellen Unterrichtsroutine und ist trotzdem manchmal / oft / meistens (?) vollkommen nutzlos.
Der Kampf um die Hausaufgaben ist mühsam. Und ja natürlich, die Schüler machen sie oft einfach nicht. Aber sehr oft haben sie keine (vollständigen) Hausaufgaben, weil sie nicht mitbekommen haben, was sie jetzt eigentlich genau machen sollen.
Wenn ich ein Klassenzimmer betrete, werfe ich als erstes immer einen Blick auf die Tafel bzw. das Tafelbild meines Vorgängers und prüfe, ob ich es irgendwie verwenden kann. Naturwissenschaften scheiden natürlich fast immer aus, alle anderen Fächer sind aber (wenn das Thema nicht zu speziell ist) meistens „ergiebig“.
… ist eine effektive Methode Wortschatz zu wiederholen und zu (re)aktivieren. Auf Englisch nenne ich das „mental revision“, bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich der passende Begriff ist. Mit meiner 10ten habe ich diese Methode gestern anhand unseres Spotlight-Wortschatzes geübt.
Vor kurzem habe ich von einem ehemaligen Schüler eine Mail bekommen, in der er all die Punkte aufgelistet hat, die ihn in Hinblick auf Lehrer während seiner Schulzeit genervt haben. Sein – m.E. völlig berechtigter – Ausgangspunkt dabei ist, dass man als Lehrer von Schülern nicht Sachen verlangen sollte, die man selber nicht „bringt“. Hier seine Liste:
Auf der Basis meiner Criteria for Oral Grades hat Claudia Boerger ein self-evaluation Handout erstellt. Vor den Ferien erhalten ihre Schüler dieses Handout, nachdem sie ihre Noten erstellt hat. Dann vergleicht und bespricht sie die Einschätzungen, um ggf. die Notendiskrepanz zu erläutern bzw. diese nach Einsicht zu minimieren.
Vor kurzem bat mich ein Deutsch-Kollege um Hilfe. Seine Tochter (11. Klasse) war in full panic mode, weil eine Englisch-Schulaufgabe zu immigration vor der Tür stand und sie noch überhaupt nichts gemacht hatte. Ich gab ihm das Abiturwissen Englisch Landeskunde, das für solche Fälle eine kompakte Zusammenfassung bietet und verwies auf mein Vocab-Sheet Immigration (pdf).
… von David Lodge ist eine empfehlenswerte Ferienlektüre:
„A collection of articles which appeared in „The Independent on Sunday“ for 50 weeks between 1991 and 1992. The art of fiction is considered under a wide range of headings, such as the intrusive author, suspense, the epistolary novel, time-shift, magic realism and symbolism and each topic is illustrated by a passage or two taken from classic or modern fiction. Drawing on writers as diverse as Henry James and Martin Amis, Jane Austin and Fay Weldon, Henry Fielding and James Joyce, David Lodge makes accessible to the general reader the richness and variety of British and American fiction. Technical terms, such as interior monologue, metafiction, intertextuality and the unreliable narrator are explained and the application demonstrated.“ (Quelle)